07.11.2020 Lockdown

Hier auf Lesbos scheint die Pandemielage ja (noch) nicht so gravierend zu sein. Dennoch hat die griechische Regierung über ganz Griechenland ab heute einen landesweiten Lockdown verhängt. Er war schon ein paar Tage vorher angekündigt worden, und wir erfuhren täglich konkreteres. 

Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutz (MNS) im öffentlichen Leben war schon vorher da. Jetzt wird sie auch auf innerhalb von Gebäuden ausgedehnt. Für das Nichttragen eines MNS wird eine Geldbuße von 150,- Euro fällig. 

Für unsere dienstlichen Aktivitäten haben wir eine generelle Freigabe und führen ein entsprechendes Schreiben mit uns. Wer privat raus will, muss dafür eine SMS an eine Kurzwahlnummer schicken, in der der Anlass des Ausgangs, auf sechs Kriterien verteilt, genannt wird, sowie der Name und die Adresse. Kurz darauf kommt eine Bestätigung der Polizei, ebenfalls per SMS. Im Falle einer Kontrolle ist diese Bestätigungs-SMS vorzuzeigen. Eigentlich ein ganz pfiffiges System. 

Zwischen 21:00 und 6:00 Uhr dürfen Gebäude nur für Notfälle (Gang zur Apotheke oder zum Arzt) verlassen werden. 

Gaststätten müssen geschlossen bleiben, dürfen aber Essen zum Mitnehmen verkaufen. Ähnlich wie in Deutschland auch, bleiben Läden, die nicht unbedingt wichtig sind, geschlossen. Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte und Geschäfte des Baubedarfs bleiben offen. Für unsere Tätigkeit dürfte sich also kaum etwas ändern. Nur in Freizeitunternehmungen sind wir ziemlich eingeschränkt. Diesen Post schreibe ich dann eben auf dem Balkon meines Hotelzimmers. Aber ich habe Sonne. Das ist schon mal ein großes Plus.

Spannend wird es dann wohl zum Ende unserer Rotation hin, wenn die Flüge unserer Ablösung und unsere Rückflüge anstehen. W ir werden sehen.

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