28./29.10.2020 Anreise
Nach ausgiebigen Vorbereitungen geht es jetzt los. Mit dem Zug nach Zürich und von dort mit dem Flugzeug über Athen nach Lesbos. Durch die Pandemiesituation ist es am Flughafen angenehm ruhig. Zwei ältere Ehepaare geben nach mir am Flugschalter ihr Gepäck auf. Aufgrund der Aufkleber auf meinen Reisekisten fragen sie, was ich in Griechenland mache. Sie zeigen sich sehr beeindruckt darüber und geben mir etwas Geld mit, "um etwas Gutes damit zu tun. Am liebsten für Kinder..." Sowas verpflichtet halt auch. Mal sehen, was ich damit mache.
In Athen habe ich fünf Stunden Aufenthalt. Unter anderem schaue ich mir ein paar Ausgrabungsgegnstände an, die am Flughafen in einem kleinen "Museums" ausgestellt sind. Es ist schon immer wieder beeindruckend, was frühere Kulturen schon konnten und kannten.
An sich trage ich ja meinen Urbandoo, also den Rundschal mit FFP3-Schutz als Mund-Nasenschutz (MNS). Ich finde ihn wesentlich angenehmer als eine Maske. Die Brille beschlägt nicht, wenn er richtig angelegt ist. Und das Ein- und Ausatmen geht durch den größeren Raum unter dem Schal ebenfalls prima. In Athen kaufe ich mir noch etwas zum Trinken. Die Dame am Kiosk fragt mich, ob die Airline den Schal als MNS akzeptiert. Es kämen immer wieder Fluggäste zu ihr, die ohne "medizinischen MNS" nicht ins Flugzeug dürften. Ich erkläre ihr die Funktion des Rundschals und die Schutzwirkung und dass ich beim Flug von Zürich hierher keine Probleme hatte. Im Flugzeug fordert mich die Flugbegleiterin allerdings tatsächlich zum Tragen eines "medizinischen MNS" auf und übergibt mir einen. Der Typ schräg hinter mir meint noch, mir erklären zu müssen, dass die blaue Seite nach innen käme (ist falsch)... Blöderweise kriege ich auf dem Flug auf einmal einen kleinen Hustenanfall. Man spürt dann auf einmal die Anspannung in der Umgebung. Zum Glück habe ich in meiner Hüfttasche ein paar Pastillen und kann den Husten wieder beseitigen.
Am Flughafen in Mytilini (Lesbos) werde ich von den beiden Logistikern empfangen: Sabrina kam bereits am Vortag an, Peter wird noch einen Tag da sein, um das Arbeitsfeld an sie zu übergeben. Das Hotel ist gar nicht weit entfernt. Dort wartet mein Vorgänger Alexander, mit dem ich schon zweimal im Einsatz sein durfte. Entsprechend fällt die Begrüßung aus. Selbstverständlich unter Einhaltung der gängigen Hygienevorgaben. 😊
Nach einem gemeinsamen Abendbier vor dem Hotel geht es ins Bett. Es war ja auch ein recht langer Tag.
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